Wie sehr bestimmen Erwartungen, Gewohnheiten und Ängste unsere Entscheidungen? Ein Impuls über authentische Selbstführung.

Wir treffen jeden Tag Entscheidungen. Manche ganz nebenbei, andere beschäftigen uns über Wochen oder sogar Monate.
Bleiben oder gehen?
Etwas verändern oder weitermachen?
Ja sagen oder endlich Nein?
Und manchmal glauben wir, dass wir uns einfach nicht entscheiden können.
Dabei lohnt sich eine andere Frage:
Was beeinflusst meine Entscheidung eigentlich?
Sind es meine eigenen Bedürfnisse und Werte? Erwartungen von außen? Gewohnheit? Sicherheit? Die Angst, jemanden zu enttäuschen? Oder die Sorge, eine Entscheidung später zu bereuen?
Sich selbst zu führen heißt nicht, immer zu wissen, was richtig ist
Selbstführung bedeutet für mich nicht, jederzeit souverän zu sein oder auf alles sofort eine Antwort zu haben.
Es bedeutet, sich selbst ernst genug zu nehmen, um hinzuschauen.
Was ist mir wirklich wichtig?
Was halte ich nur noch aufrecht, weil ich es schon immer so gemacht habe?
Welche Verantwortung gehört tatsächlich zu mir und welche habe ich irgendwann übernommen?
Gerade Menschen, die viel Verantwortung tragen, funktionieren oft erstaunlich lange. Sie organisieren, lösen Probleme, kümmern sich und halten Dinge zusammen.
Und irgendwann merken sie:
Ich weiß sehr gut, was alle anderen von mir brauchen. Aber was brauche eigentlich ich?
Deine Persönlichkeit entscheidet mit
Unsere Erfahrungen, Werte, Bedürfnisse, Ängste und Muster verschwinden nicht, wenn wir eine Entscheidung treffen müssen.
Sie beeinflussen, was wir wahrnehmen, was uns wichtig erscheint und auch, was uns zurückhält.
Deshalb geht es bei wichtigen Entscheidungen nicht nur darum, möglichst viele Argumente auf eine Pro-und-Contra-Liste zu schreiben.
Es geht auch darum hinzuschauen: Was hält mich wirklich zurück und warum?
Vielleicht ist es Sicherheit. Vielleicht die Angst vor den Konsequenzen. Vielleicht die Sorge, andere zu enttäuschen. Oder wir halten an etwas fest, weil es vertraut ist, obwohl wir längst spüren, dass es nicht mehr zu uns passt.
Genau hier beginnt für mich authentische Selbstführung: nicht automatisch dem lautesten Gedanken zu folgen, sondern sich selbst und die eigenen Beweggründe besser zu verstehen.
Manchmal braucht es dafür keine weitere Antwort von außen, sondern einen anderen Blick auf das, was längst da ist.
Vielleicht ist deshalb nicht immer die wichtigste Frage: „Was soll ich tun?“
Sondern:
„Was ist mir wirklich wichtig?“
Oder manchmal sogar:
„Was würde ich entscheiden, wenn ich nicht darüber nachdenken würde, was andere von mir erwarten?“
Lassen Sie uns gemeinsam an Ihren Themen arbeiten. Ich freue mich auf ein unverbindliches Kennenlerngespräch.